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Die Krimi Rezension „Fakebook“ von Alexander Broicher

Fakebook, Quelle:Heyne

 

Schauplatz des (Krimi-) Romans „Fakebook“ von Alexander Broicher ist Berlin. Der 38-jährige Autor schreibt seit über zehn Jahren für Zeitungen, Magazine sowie für Film und Fernsehen. 2009 wurde er ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Deutschen Schriftstellerverband des Landes Rheinland-Pfalz.

 

Kurzbeschreibung

Frieder Kurzmeier ist der Inbegriff eines Verlierers. Unfähig, mit sich selbst umzugehen, verlassen von der gelangweilten Partnerin. Niemand nimmt ihn wahr, geschweige denn für voll. Dabei will er einfach bloß dazugehören, sein Stück vom Kuchen: Sex, Spaß und Anerkennung!

Doch erst, als er erfährt, dass er vermutlich nicht mehr lange zu leben hat, ergreift er die Initiative und stellt fest: Wer nicht bei Facebook ist, existiert nicht. Also erschafft er sich eine neue Identität, die alles sein soll, wovon er träumt. Er wird zu Rocco. Als er feststellt, dass man ihm diesen Fake auch im echten Leben abnimmt und ihm sein zweites Ich alle Türen öffnet, rächt er sich an all jenen, die ihn ein Leben lang gedemütigt haben…

Alexander Broicher
Fakebook
Paperback, 320 Seiten
Heyne Hardcore, 2012

Meine Meinung:

Der Roman „Fakebook“ ist mein absoluter Tipp für den Sommer. Broicher hat eine flotte Schreibe. Unterhaltsam und spannend breitet er die Geschichte um den Fooddesigner Frieder aus, der als „Underdog“ seinen persönlichen Rachefeldzug startet. Beim Lesen kommt man kaum zum Atemholen, die Story legt ein rasantes Tempo hin, von dem man als Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen wird. Die Charaktere sind genauso knapp und präzise gezeichnet wie die einzelnen Szenen. Auf den ersten Blick ist es eine einfache, gut erzählte Geschichte. Dank „Facebook“ kann der ausgemachte „Loser“ seine Identität abschüttelt und sich zum Helden aufschwingen. Der Roman spielt aber nicht nur mit den Möglichkeiten der virtuellen Welt, er regt auch dazu an, über seinen eigenen Umgang mit dieser „Anderswelt“ nachzudenken. Welche Realität ist realer, die wirkliche Welt oder Facebook? Der Autor breitet ein amüsantes Spiel zwischen Schein und Sein aus, das längst in vielen Bereichen zur alltäglichen Wirklichkeit geworden ist. Jeder kann für sich persönlich entscheiden, wie weit er dabei mitspielen will. Sein Leben wird zu einem Abenteuerspielplatz. Doch irgendwann verselbständigt sich das Spiel zwischen Größenwahn und Realität – mit verheerenden Folgen …

Kurz&Knapp: Absolut empfehlenswert. Ein unterhaltsamer (Krimi-) Roman über die digitale Scheinwelt.

Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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2 Kommentare zu “Die Krimi Rezension „Fakebook“ von Alexander Broicher

  1. Danke für die Rezension Reginald, das Buch hat mir sehr gut gefallen! Es war so gut, daß ich endlich den Schritt gewagt habe mich auf Facebook anzumelden. Das ist fast so ein Spass wie das Fakebook zu lesen. Bin gespannt wie die anderen Bücher so sind. Deine Rezension war sehr treffend und ich hoffe noch viel mehr Rezensionen von Dir zu lesen. Danke und weiter so

  2. Die Kritik hat gute Ansätze, aber Beispiele für Humor fehlen mir. Es ist schade, denn du hast eine ‚flotte Schreibe‘, aber mir fehlt inhaltlich etwas.

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