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Die Krimi Rezension „Der Heidelberger Spekulanten-Mord“ von Hubert Bär

Der Heidelberger Spekulantenmord, Quelle: Wellhöfer Verlag

 
Der Kriminalroman „Der Heidelberger Spekulanten-Mord“ ist bereits Hubert Bärs dritter Heidelberg-Krimi. „Der Heidelberger Campus-Mord“ (2009) und „Der Heidelberger Tunnel-Mord“ (2010) stammen ebenfalls aus seiner Feder. Daneben hat Romane, Kurzgeschichten, Lyrik sowie literaturwissenschaftliche und deutsch-didaktische Arbeiten veröffentlicht. Er lebt als freier Autor in Neckargemünd.

 

Kurzbeschreibung:

Das Heidelberger Schloss privatisieren, im Glanz neu auferstehen lassen und sich damit in das Buch der Geschichte einschreiben: Richard Küfer, der alternde Milliardär, hat eine Vision.
Wer in Heidelberg dachte, das seien einmal mehr eitle Spinnereien eines abgehalfterten Finanzjongleurs, lag offensichtlich falsch. So mancher Politiker im Ländle kann sich durchaus für das wahnwitzige Projekt erwärmen. Es geht um Geld und Macht, gegenseitige Abhängigkeiten und fragwürdige Machenschaften, die nur schwer zu durchschauen sind. Klar ist: Einige spekulieren mit einem enormen Risiko. Und klar ist auch: Als ein Mord ins Spiel kommt, war zumindest für einen der Einsatz zu hoch.
 
Hubert Bär
Der Heidelberger Spekulanten-Mord
Paperback, 220 Seiten
Wellhöfer Verlag, 2012
 
Meine Meinung:
 
„Der Heidelberger Spekulanten-Mord“ von Hubert Bär ist schon deshalb lesenswert, weil er sich wohltuend von vielen anderen Kriminalromanen unterscheidet. Überraschend bereits der Aufbau des Krimis: Hubert Bär platziert das Verbrechen, nicht an den Anfang, sondern erst ganz am Ende des Buches. Viel wichtiger ist ihm die Entwicklung der Charaktere, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Einerseits der selbstgefällige, alternde Milliardär Richard Käfer, der sich mit den Umbauplänen des Heidelberger Schlosses in ein Mehrgenerationenhaus ein Denkmal für die Ewigkeit setzen will. Anderseits der junge, durch einen Motorradunfall querschnittsgelähmte Christian König, der seinen Lebensweg scheinbar noch nicht gefunden hat. Bär lässt sich Zeit, die beiden Charaktere parallel mit all ihren Empfindlichkeiten und Bessenheiten vor den Leser auszubreiten. Als die beiden Handlungsstränge aufeinandertreffen, nimmt der Krimi schließlich immer mehr an Fahrt auf.
„Der Heidelberger Spekulanten-Mord“ ist mehr als ein spannender Krimi. Geschickt versteht es Hubert Bär, den Leser zu den schönsten Schauplätzen in Heidelberg und Umgebung zu entführen sowie Einblicke in die Heidelberger Schlossgeschichte zu gewähren. Aber damit nicht genug, Bär lässt fast mühelos fundiertes zeitgeschichtlichen und aktuell politischen Geschehen mit einfließen.

Kurz&Knapp: Absolut empfehlenswert. Ein intelligenter Krimi, der gekonnt Spannung mit Gesellschaftskritik verbindet.

Ich danke dem Wellhöfer Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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