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Die Krimi Rezension „Frau Maier fischt im Trüben“ von Jessica Kremser

Frau Maier fischt im Trüben, Quelle: Pendragon Verlag
„Frau Maier fischt im Trüben“ ist der Erstlingskrimi von Jessica Kremser. Sie wurde 1976 in Traunstein geboren und wuchs am Chiemsee auf. Nach dem Studium der englischen und italienischen Literatur sowie der Theaterwissenschaften zog es sie in die bayerische Hauptstadt, wo sie als Redakteurin für verschiedene Zeitschriften arbeitet.

 
 

Kurzinhalt:
Frau Maier lebt mit ihrer Katze in einem kleinen Haus am Chiemsee. Eigentlich ist die ältere Dame die Ruhe in Person. Doch als sie an einem ganz normalen Montagmorgen eine Frauenleiche am Ufer findet, ist nichts mehr so, wie es war:

Ein nächtlicher Besucher schleicht um ihr Haus und hinterlässt unheimliche Nachrichten, die Schwester der Ermordeten wird bedroht und eine weitere Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Weil die Polizei sie für senil hält, ermittelt Frau Maier auf eigene Faust und bringt sich dabei in höchste Gefahr …

 
Jessica Kremser
Frau Maier fischt im Trüben
Frau Maiers erster Fall
Paperback, 312 Seiten
Pendragon Verlag, 2012
 

Meine Meinung:
Der Debütroman „Frau Maier fischt im Trüben“ von Jessica Kremser ist ein leiser Krimi. Auf Samtpfoten kommt er daher, ohne viel Blutvergießen und mit einem kräftigen Schuss Beschaulichkeit, wobei dabei keineswegs die Spannung verloren geht. Es ist nicht die einfach gestrickte Krimistory, die fasziniert, sondern die Hauptfigur. Als Leser taucht man tief in die „kleine“ Welt der Frau Maier ein. Sie ist eine etwas schrullige alte Frau, die als Zugereiste, abseits der Dorfgemeinschaft allein mit ihrer Katze in einem kleinen Haus am Chiemsee lebt. Natürlich hat Frau Maier all die Eigenschaften, die ein „guter Ermittler“ braucht, sie ist neugierig, scharfsinnig und mutig. Aber dies ist nur die halbe Frau Maier, auf der anderen Seite ist sie einsam, ängstlich und verletzlich. Eben absolut menschlich. Sie ist eine einfache Frau, die trotz aller Widrigkeiten, die ihr widerfahren, weiterhin die Initiative ergreift und nicht locker lässt, das macht sie so liebenswert.
Frau Maier ist zwar einsam, aber nie allein. Der See, ihr Chiemsee, ist der Mittelpunkt ihrer kleinen Welt. Beständig ist er ihr Begleiter und sie nimmt jede noch so kleine Veränderung in der Natur war. „Frau Maier fischt im Trüben“ ist eine feinsinnige Liebeserklärung an den Chiemsee.
Der Schreibstil von Jessica Kremser passt sich wundervoll ihrer Hauptfigur an. Frau Maier hält die Mitbewohner ihres Dorfes auf Distanz, genauso wie den Leser, schließlich erfahren wir nicht einmal ihre Vornamen. Aber vielleicht ist es genau dieser wohldosierte Abstand, der Frau Maier so sympathisch macht.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. Ein Krimi, in dem es richtig menschelt und der für ungetrübten Lesegenuss sorgt.

Ich danke dem Pendragon Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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