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Die Krimi Rezension „Fallera“ von Jörg Juretzka

 

Fallera, Quelle: Union Verlag

„Fallera“ von Jörg Juretzka ist der vierte Krimi mit dem Ruhrpott-Detektiv Kristof Kryszinski. Juretzka ist gelernter Zimmermann und baute Blockhütten in Kanada, bevor er sich aufs Schreiben konzentrierte. Für seine Romane wurde er dreimal mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. „Fallera“ erschien 2002 erstmals im Rotbuch Verlag und erlebt jetzt in der metro-Krimireihe des Züricher Unionsverlages eine Wiederauflage.

 
 

Kurzbeschreibung

Kristof Kryszinski ist am Ende – so sehr, dass er sogar einen Job von der Polizei annimmt. Eine sonderbare Truppe haben sie da zusammengestellt, die feinen Herren von der Regierung: Kriminelle sollen zusammen mit Behinderten und zwei Aufsehern einen Abenteuerurlaub in den Bergen verbringen.

Dass der raue Privatdetektiv die Rucksäcke der Rolli-Fahrer die Berge hochschleppen muss und auch noch Undercover-Aufsicht sein soll, geht ihm zwar schwer gegen den Strich, ist aber immer noch harmlos gegen das, was in dieser ungewöhnlichen Reisegruppe los ist, denn schon bald bleiben die ersten Teilnehmer buchstäblich auf der Strecke …

Jörg Juretzka
Fallera
Paperback, 221 Seiten
Unionsverlag; 2012

Meine Meinung:
Ein kleiner Ausflug in die Welt der Berge, der ist lustig – und wenn Ruhrpott-Malowe Kristof Kryszinski dabei ist, darf sich der Leser auf grandiose komische Momente freuen. Mit „Fallera“ ist Jörg Juretzka ein abgefahrener Alpen-Krimi der Extraklasse gelungen. Eine haarsträubende Story gewürzt mit bissigem Humor, actiongeladener Spannung und skurrilen Figuren. Juretzka würfelt für seine Gipfelbesteigung eine kunterbunte Truppe zusammen, die es in sich hat: Sechs Knackis, Teilnehmer einer Resozialisierungs-maßnahme, eine Gruppe von Behinderten, die neuen Lebensmut fassen soll, sowie zwei Ärzte und ein Bergführer als Aufsicht und natürlich der Ruhrpott-Dedektiv als Undercover-Agent. Eine haarsträubende Mischung, die nicht nur mit sich und den Wetterkapriolen der Bergwelt zu kämpfen hat, sondern mit dem „großen Unbekannten“, der ein tödliches Spiel mit ihnen spielt.
Der Witz von Juretzka ist böse, bitterböse, aber das Lachen bleibt einem nie im Halse stecken. Er bringt es fertig, dass einem die Figuren trotz oder gerade wegen ihrer „Macken“ ans Herz wachsen. Sei es nun die maulfaule Ostbacke Ernesto Che, der Axtmörder Wurstauge, der stotternde Alfred, die traumatisierte Christine, die zickige Frau Doktor Marx und natürlich der durchgeknallte Kryszinski selbst. „Fallera“ zu lesen, ist ein Vergnügen, das garantiert bis zur letzten Seite anhält.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. Hochexplosive Mischung aus bitterbösem Witz und abgefahrener Spannung.

Ich danke dem Unionsverlag für das Rezensions-Exemplar.

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