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Die Krimi Rezension „Endlich Endzeit“ von Jürgen Seibold

Endlich Endzeit, Quelle: Silberburg Verlag

Der Baden-Württemberg-Krimi „Endlich Endzeit“ von Jürgen Seibold ist das 6. Buch der „Endlich“-Serie, die im Rems-Murr-Kreis angesiedelt ist. Jürgen Seibold, 1960 in Stuttgart geboren, war Redakteur und freier Journalist. 2007 erschien beim Silberburg Verlag sein erster Regionalkrimi, außerdem schreibt er Komödien, Thriller und Jugendbücher. Er lebt mit Frau und Kindern im Rems-Murr-Kreis und macht Musik – wenn er mal Zeit dafür findet.

 
 

Kurzbeschreibung

Dezember 2012. Am Ebnisee, idyllisch mitten im Schwäbischen Wald gelegen, treffen sich gut situierte Männer und Frauen aus ganz Deutschland, die zwei Dinge verbinden: Sie verehren den eifernden Buchautor Xumucane k-p‘eñal – und sie glauben daran, dass nach dem Ablauf des aktuellen Maya-Kalenders am 21. Dezember die Welt untergeht.

Für einen endet alles noch früher: Er liegt eines Morgens rücklings auf der Feuerstelle der Maya-Gläubigen, ermordet und mit heruntergelassenen Hosen.
Die Kommissare Schneider und Ernst ermitteln in ihrem sechsten Fall zwar in der vertrauten Umgebung, tauchen dabei aber in eine ihnen völlig fremde Welt ein. Sie stoßen auf eine explosive Mischung aus schwäbischem Geschäftssinn und exotischen Überlieferungen, lernen knitze Schwaben und spröde Nordlichter kennen – und treffen auf alte Bekannte wie die schöne Gerichtsmedizinerin Zora Wilde und den rasenden Reporter Ferry Hasselmann.

 

Jürgen Seibold
Endlich Endzeit
Ein Baden-Württemberg-Krimi
Paperback, 224 Seiten
Silberburg Verlag, 2012

 

Meine Meinung

„Endlich Endzeit“ ist der vieldeutige Titel des sechsten Rems-Murr-Kreis-Krimis mit den beiden Kommissaren Rainer Ernst und Klaus Schneider. Am idyllischen Ebnisee im „Schwäbischen Wald“ entdeckt ein Jäger mitten im Winter eine Leiche auf einem Lagerfeuer. Das Vorgehen des Ermittlungsduos beschreibt Jürgen Seibold mit äußerster Präzision, dies wirkt auf mich sehr authentisch. Selten habe ich eine so genaue Tatortuntersuchung und Erläuterung des Obduktionsbefundes gelesen wie hier.
Der Krimi überzeugt mit detaillierten Beschreibungen von Schauplätzen und Figuren und bleibt bis zur letzten Seite spannend. Erfreulicherweise kommt „Endlich Endzeit“ ziemlich unblutig daher, einzig die rechtsmedizinische Untersuchung der Leiche könnte für Zartbesaitete zu ausführlich sein.
Nicht zu kurz kommen in „Endlich Endzeit“ komische Episoden, wie der (Aber-) Glaube an dem Weltuntergang drei Tage vor Weihnachten aufgrund einer angeblichen Maya-Prophezeihung, die kleinen Sticheleien in Richtung der bekannten „Fernseh“-Rechtsmediziner oder zwei schwäbisch schwätzende Nebenfiguren, die wie aus dem Leben geschnitzt wirken. Ansonsten bleibt Seibold dem Hochdeutschen glücklicherweise treu und der Krimi ist auch für Nicht-Schwaben ein Lesegenuss.
Ein gut recherchiertes Buch mit zwei sympathischen Ermittlern und allerlei skurrilen Figuren, die nicht alle nur dem zu erwartenden Weltuntergang huldigen. Der Krimi endet genau am 21. Dezember 2012. War da nicht was?

Kurz&knapp: Lesenswert. Ein gelungener Regiokrimi, der Spannung, Amüsement und viel Lokalkolorit bietet.

Ich danke dem Silberburg Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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