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Die Krimi Rezension „Flüchtiges Geld“ von Roger Strub

Flüchtiges Geld, Quelle: Pendragon Verlag
Roger Strub, 1957 in Bern geboren, war u. a. Lehrer, Sänger, Songschreiber, Produzent und Veranstalter von Festivals. Heute lebt er mit seiner Familie in Utzenstorf. Von ihm sind bisher „Flüchtiges Geld“ und fünf weitere Lena-Bellmann-Krimis erschienen.

 
 

Kurzbeschreibung
Robert Stocker, Börsenmakler bei einer angesehenen Schweizer Bank in Zürich, soll sich in die Aareschlucht gestürzt haben. Doch seine Leiche wurde nie gefunden. Seine Frau glaubt nicht an Selbstmord und bittet die Privatermittlerin Lena Bellmann um Hilfe.

Nach und nach zeigt sich das wahre Gesicht von Robert Stocker, der vor seinem Verschwinden eine CD mit Bankdaten deutscher Anleger verkauft hat. Unterstützung erhält Lena Bellmann von Stockers ehemaligen Kollegen Florian Bamert. Aber kann sie dem Banker wirklich trauen? Alle Spuren führen nach Süddeutschland, doch dort beginnt das Rätselraten von Neuem …
In Lenas neuem Fall geht es um viel Geld, schmutziges Geld. Doch wo sind die Millionen abgeblieben?

 

Roger Strub
Flüchtiges Geld
Lena Bellmanns sechster Fall
Paperback, 224 Seiten
Pendragon, 2012

 

Meine Meinung
Auch in seinen sechsten Lena Bellmann-Krimi greift Strub ein brisantes Thema auf. Ins Visier nimmt er diesmal die Finanz- und Bankenkrise. Investmentbanking und der Verkauf von Bankdaten deutscher Anleger in der Schweiz eignen sich hervorragend als Krimistoff. Die Privatschnüfflerin Lena Bellmann und ihr Team recherchieren im Umfeld des verschwundenen Schweizer Börsenmakler Robert Stocker, der angeblich Selbstmord begangen hat. Ihre Ermittlungen in Biel, Zürich, Eningen und Stuttgart verlaufen lange Zeit im Sande, bis es zu einer überraschenden Wende kommt. Ein wirklich toller Einfall des Autors.
Strubs Schreibstil ist mir dagegen zu spröde, Bilder entstehen beim Lesen nicht. Die Story bleibt an der Oberfläche. Sie wirkt fast wie ein reiner Handlungsablauf, wären da nicht die gelungenen Dialoge, die dem Krimi Leben einhauen.
Wenig überzeugend ist auch die menschliche Seite von Lena Bellmann. Die amourösen Episoden mit ihrem Ex-Geliebten, den Journalisten Jan Niklas, und dem Banker Forian Bramert wirken eher konstruiert, als dass sie der Schweizer Ermittlerin den nötigen Tiefgang geben.
Erfreulich ist, dass der Krimi völlig unblutig daherkommt. Spannung entsteht allein durch die Frage, lebt der Gesuchte oder hat er doch Selbstmord begangen?

Kurz&Knapp: Bedingte Leseempfehlung. Ein durchwachsener Krimi mit Licht und Schatten.

Ich danke dem Pendragon Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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