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Die Krimi Rezension „Endlager“ von Claus Kappl

Endlager., Quelle: Edition Lichtland

Claus Kappl präsentiert nach „Glas Fieber“ mit dem niederbayrischen Krimi „Endlager“ Kommissar Kleintalers 2. Fall. Der 1954 in Bamberg geborene Krimiautor unterrichtet seit 1986 am Johannes-Gutenberg-Gymnasium in Waldkirchen und ist als Schulbuchautor für den Westermann-Verlag tätig. Seit 1992 leitet er im Rahmen des Kulturkreises Freyung-Grafenau sein „Literarisches Café“ und gilt als großer Freund des deutschsprachigen Kriminalromans.

 

Kurzbeschreibung
Strahlende Abfälle der Atomindustrie und alte Granitsteinbrüche im Bayerischen Wald: Thema genug für politische Diskussionen. Kriminelle Energien sind Kommissar Kleintalers Leidenschaft. Seine Beharrlichkeit bringt Licht ins dunkle Schicksal unschuldiger Kinder. Scheinbar übermächtige Gegner beißen auf Waidler-Granit.

Kriminelle Energien haben viele Gesichter. Das plötzliche Verschwinden eines schwer verletzten Altbauern führt Kommissar Kleintaler weit zurück in die Geschichte Waldkirchens und zu alten Gefühlen und ihren Spätfolgen. Und dass sich plötzlich eine Firma für die wertlosen Steinbrüche der Gegend interessiert, ist zumindest bedenkenswert. Oder hängt alles zusammen, aber wie? Die Steinbrüche werden Schlüsselstellen in der Aufklärung des zweiten Falls von Schosi Kleintaler, dessen Beharrlichkeit auch scheinbar übermächtige Gegner auf Waidler Granit beißen lässt.

 
Claus Kappl
Endlager. Altlasten im Granit
Paperback, 220 S., Taschenbuch
Edition Lichtland, 2012
 

Meine Meinung
Kommissare in der Provinz haben es schwer, zumindest wenn sie einen auswärtigen Vorgesetzten verpasst bekommen, so wie Georg Kleintaler im niederbayrischen Waldkirchen. Trotz Suspendierung lässt er es sich nicht nehmen, den Fall des verschwundenen Landwirts Johannes Behr weiterzuverfolgen. Mit „Endlager“ hat Claus Kappl einen spannenden und amüsanten Krimi über den Bayrischen Wald geschrieben, der zeigt, dass es hinter der idyllischen Dorffassade mächtig rumort. Tief taucht der gutmütige Kommissar, der natürlich dem guten Essen seiner Lieben und dem Weißbier zugetan ist, in die Geschichte des Ortes ein.
Kappl gelingt es eine leichtfüßig amüsante Krimigeschichte geschickt mit gesellschaftspolitischen Themen zu verbinden. Er thematisiert nicht nur die Debatte der Energiewende nach Fukuschima und die Suche nach neuen Endlager für Atommüll, sondern schildert anschaulich das harte Leben der Flüchtlinge nach 1945 auf dem Land. Die brachliegenden Granitsteinbrüche von Waldkirchen bergen dabei gleich mehrere dunkle Geheimnisse.
„Endlager“ ist ein überzeugender Krimi mit viel Lokalkolorit, der bestens unterhält und auch zum Nachdenken über „gewichtige“ Themen anregt.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert, ein unterhaltsamer Krimi mit Niveau.

Ich danke dem Edition Lichtland für das Rezensions-Exemplar.

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