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Die Krimi Rezension „Filmriss“ von Mitra Devi

Filmriss, Quelle: Unionsverlag
Mitra Devi, 1963 geboren, wuchs in Zürich auf und arbeitet als freie Künstlerin und Journalistin. 2001 erschienen ihre ersten Kurzgeschichten. Mittlerweile schrieb sie elf Bücher, darunter eine Krimiserie und schwarzhumorige Short Stories. »Filmriss« wurde 2009 für den Zürcher Krimipreis nominiert. Die Taschenbuchausgabe erschien in der Metro-Reihe des Züricher Unionsverlags.

 

Kurzbeschreibung

Drei Tage vor Heiligabend in der Stadt Zürich. Die neunjährigen Zwillinge Lukas und Lorena werden aus ihrem Elternhaus am Zürichberg entführt. Die Kidnapper verlangen Lösegeld. Verzweifelt wenden sich die Eltern an die Zürcher Privatdetektivin Nora Tabani. Am selben Tag kommt am Bahnhof Stadelhofen ein junger Mann zu sich, der niedergeschlagen wurde und nun unter einer Amnesie leidet.

Auf der Suche nach sich selbst irrt er durch die Stadt. Als sein Gedächtnis langsam zurückkehrt, ahnt er Schreckliches: Ist er einer der Kidnapper? Währenddessen ermitteln Nora Tabani und ihr Partner Jan Berger auf Hochtouren. Warum lügt die Mutter der Zwillinge? Hat der leibliche Vater seine Kinder entführen lassen? Was verschweigt das Kindermädchen? Und was hat der seltsame junge Mann mit der Erinnerungslücke mit dem Fall zu tun? Da geschieht in einem Zürcher Kinosaal ein Mord. Die Lage spitzt sich zu.

 

Mitra Devi
Filmriss
Ein Fall für Nora Tabani
Paperpack, 281 Seiten
Unionsverlag, 2012

 

Meine Meinung
Packend wie ein Psychothriller beginnt der Krimi „Filmriss“: Ein Mann findet sich in einem Gepäckschließfach auf dem Bahnhof Zürich-Stadelhofen wieder. Drastisch und atmosphärisch dicht beschreibt Mitra Devi das Schicksal eines Junkies, der ohne Gedächtnis durch Zürich irrt auf der Suche nach sich selbst. Gleichzeitig übernimmt die Privatdetektivin Nora Tabani, die kurz vor Weihnachten in einer Auftragslaute steckt, ihren zweiten Fall. Drei brutale Kriminelle entführen zwei kleine Kinder.
Mit Nora, der ehemaligen Kriminalpolizistin, hat Devi eine überaus sympathische Hauptfigur geschaffen, dessen Haustier ein Chamäleon mit etwas schwierigen Charakter ist. Überhaupt hat sie mit dem Junkie Jeff, dem Entführertrio Pablo, Hektor und Caleb, den Zwillingen Lorena und Lukas, deren unnahbarer Mutter sowie den anderen Figuren ein fabelhaftes Ensemble geschaffen, das dem Krimi viele bunte Farbtupfer verleiht.
Leider kippt die Story im Laufe der Ermittlungen immer mehr, aus einem packenden Psychothriller wird zusehends ein schnöder Ermittler-Krimi, bei dem Kommissar Zufall etwas zu tief in seine Trickkiste greift. Schade, die Erwartungen, die der Anfang schürte, erfüllen sich nicht ganz.

Kurz&Knapp: Durchaus lesenswert, obwohl der Spagat zwischen Psychothriller und Krimi nicht ganz aufgeht.

Ich danke dem Unionsverlag für das Rezensions-Exemplar.

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