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Die Krimi Rezension „Tetaphrate“ von Peter Biber

Tetaphrate, Quelle: Edition Lichtland

Als Kind träumte der gebürtige Freyunger Peter Biber, Jahrgang 1966, davon Walfänger, Astrobiologe, Camembert-Fabrikant, Eisenbahnpionier, Akkordeonprofi, Briefmarkentycoon oder Geschichtenerzähler zu werden. Heute befasst er sich als promovierter Forscher und Dozent mit dem Wachstum von Wäldern. Mit „Tetaphrate“ legt er als Erstlingsroman einen äußerst schrägen Krimi vor.

 

Kurzbeschreibung
Es reicht. Alfons Dirnberger hat die Schnauze voll. Zum Beispiel von seinem Job, seinem Chef, seinem Leben und davon, ständig einen Gemüseverkäufer mimen zu müssen. Aber so ist das eben, wenn man beim unwichtigsten Geheimdienst der Welt arbeitet. Ein Diebstahl im Ägyptischen Museum der süddeutschen Landeshauptstadt M. beschert ihm einen vermeintlichen Routineauftrag.

Bald jedoch sieht er sich einer mörderischen Melange aus Verrat, Korruption, Unfähigkeit und dem Formular M82 gegenüber. Von seinen Gegnern ganz zu schweigen. Ein Buch für Leser, die wissen wollen, was man beim Wallerfischen herausholen kann, warum man immer Bauschaum im Haus haben sollte, inwieweit die Natur Übernatürliches zulässt, was der Weihnachtsmann ehrenamtlich macht, wozu das Oktoberfest gut ist und wie das alles zusammenhängt. Außerdem erfahren Sie (ohne Gewähr), wie man wirklich unsterblich wird – und warum Sie es nicht werden wollen.

 

Peter Biber
Tetaphrate
Hardcover, 352 Seiten
Edition Lichtland, 2012
Erschienen auch als E-Book

 

Meine Meinung
So ganz will Peter Biber nicht heraus, wo er seinen Krimi lokalisiert, bei ihm heißt es lapidar die Stadt M. in B., aber schwierig ist es nicht herauszufinden, dass damit die bayrische Landeshauptstadt gemeint ist, urbayrisch geht es in Tetaphrate auch zu, aber das Orientalische die Handlung voran. Der V-Markt gleicht einem Basar, Geheimdienste aller Couleur tummeln sich dort, darunter Alfons Dirnberger vom unabhängigen Geheimdienst von B., den er persönlich für das kleinere Übel hält. Als er den Auftrag erhält, eine verschwundene altägyptische Vase zu suchen, schlittert er in gefährliche Gefilde. In „Tetaphrate“ geht es bunt, turbulent und skurril zu, Verfluchte und Unsterbliche treiben ihr (Un-)Wesen und natürlich gibt es auch einen richtig fiesen Bösewicht, der die Welt in den Abgrund stoßen will.
Max Biber hat mit seiner skurrilen Mischung aus Okzident und Orient eine eigene wundersame Welt geschaffen, die voller witziger und haarsträubender Einfälle steckt. Allzu große Erwartungen an eine hintergründige Story sollte der Leser allerdings nicht hegen. Biber hat seine Figuren, ob Gut oder Böse, sehr klischeehaft angelegt und der bayrische Krimi parodiert das bekannte Strickmuster „Agent rettet die Welt“.
Äußerst gelungen ist die Aufmachung des Buches, nicht nur der Umschlag des Buches kommt in einem strahlenden Gelb daher, sondern auch die einzelnen Seiten.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein kurzweiliger Krimi, der für amüsante Lesestunden sorgt.

Ich danke dem Edition Lichtland für das Rezensions-Exemplar.

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