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Die Krimi Rezension „Kings of Cool” von Don Winslow

Kings of Coll, Quelle: Suhrkamp Verlag

Kings of Coll, Quelle: Suhrkamp Verlag


Don Winslow, 1953 in New York geboren, lebt mit seiner Frau und deren Sohn in Kalifornien. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld u.a. als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv. Ende der 1980er Jahre schrieb er seinen ersten Roman über den Privatdetektiv Neal Carey. Don Winslow zählt zu den Großen des zeitgenössischen Krimis. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er 2011 für „Tage der Toten“ den Deutschen Krimi Preis (International).

 

Kurzbeschreibung
Am Strand ist das Paradies. Am Strand verlor Kalifornien seine Unschuld. Aussteiger, die in Versuchung gerieten. Lokalhelden und Träumer, die nicht genug bekommen konnten. Drogen, Gier, der Sündenfall. Es ist eine Geschichte, die weit zurückreicht, bis in die Sechziger, als in Laguna Beach Surfer und Hippies zusammentrafen und einen Pakt mit dem Teufel schlossen. Eine brutale, majestätische, atemberaubende Geschichte.

Laguna Beach heute: Ben, Chon und O sind jung und sehen unverschämt gut aus, sie leben gefährlich und sind erfolgreich damit. Ihr Geschäft: erstklassiges Marihuana. Als korrupte Cops und rivalisierende Dealer mitverdienen wollen, wehren sie sich, planen ihren nächsten Zug. Sie sind klug, sie halten zusammen, doch ihr Spiel ist riskant, ihr Gegner übermächtig. Und noch ahnen sie nicht, dass ihr Schicksal unauflösbar mit der Vergangenheit ihrer eigenen Familien verknüpft ist. Dass sie die Sünden ihrer Eltern geerbt haben. Was folgt, ist ein blutiger Kampf der Generationen.

 

Don Winslow
Kings of Cool
Hardcover, 351 S.
Suhrkamp Verlag, 2012
Auch als E-Book erhältlich

 

Meine Meinung
Mit „Kings of Cool“ ist anders als andere Bücher und geht unter die Haut. Don Winslow gelingt es mit seiner brisanten Mischung aus Krimi und ungewöhnlicher Familiensaga den Traum von „Califonia Dreaming“ in einen abgrundtiefen Albtraum zu verwandeln. Aus Love und Peace wird Gewalt und Krieg, aus Träumen wird knallharte Realität – es geht um Verbrechen und Verrat und natürlich um Drogen und das schnelle Geld. Winslow lotet die Untiefen der Hippie- und Surfer-Idylle Kalifornien aus, dafür lässt er zwei Zeitebenen parallel verlaufen, die 1960er und 1970er Jahren sowie 2005.
Cool sind nicht nur die Location und seine drei Hauptprotagonisten Ben, Chon und O (Ophelia), sondern auch der Schreibstil. Winslow spielt mit Worten. Oft sind seine Sätze kurz und abgehakt. Einzelne Kapitel bestehen nur aus einem Satz. Das erzeugt einen harten Sprachrhythmus, der fasziniert, wenn man sich darauf einlässt.
Ungewöhnlich auch die Gestaltung des Buches. Einband und Seitenränder sind pechschwarz eingefärbt. Titel und Rücktext kommen leicht erhaben in einem strahlenden Weiß daher, einfach cool.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. „Kings of Cool“ ist ein temporeicher, epischer Krimi der Extraklasse.

Ich danke dem Suhrkamp Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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