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Die Krimi Rezension von „Im Himmelreich ist der Teufel los“ von Ernst Schmid

Im Himmelreich ist der Teufel los, Quelle: Kehrwasser Verlag

Im Himmelreich ist der Teufel los, Quelle: Kehrwasser Verlag


Ernst Schmid, geboren am 1958 in Jenbach/Tirol, hat bisher 11 Bücher veröffentlicht. Mit „Im Himmelreich ist der Teufel los“ veröffentlichte der österreichische Hauptschullehrer aus Linz bereits Kemal Özylimazkorucu zweiten Fall.

 

Kurzbeschreibung
Der Polizist Kemal Özylimazkorucu weiß, dass solche Nächte nie ohne Folgen bleiben, sondern weiteres Ungemach anziehen wie der Misthaufen hinter dem Brandtnerhof die Schmeißfliegen. Und er soll Recht behalten, denn schon bald ist in Andling im Mühlviertel der Teufel los. Trotz der Warnung seines Vorgesetzten Rüdiger von Markstein, „seine Dinge nicht in Nasen zu stecken, die ihn nichts angehen’’, beginnt Kemal zu ermitteln.

Obwohl den türkischstämmigen Polizisten eigentlich andere Sorgen plagen. Seine Mutter wünscht sich Enkelkinder und lädt ihre Cousinen zu einem Kaffeekränzchen ein, um eine Braut für ihn zu suchen. Kemal zieht es aber eher zu Agnes, der Tochter vom Brandtnerbauern, diese hat jedoch den Entschluss gefasst, Andling zu verlassen. Und zu allem Überdruss legt Kemal sich auch noch mit Enrico Gelatello an, dem neuen Besitzer des Trautnerhofes, an, dem sein Chef hinterherläuft wie ein Hündchen der Wurst. So dauert es nicht lange, bis Kemal in Teufels Küche gerät.

 

Ernst Schmid
Im Himmelreich ist der Teufel los
Kriminalroman
Hardcover, 260 S.
Kehrwasser Verlag, 2012

 

Meine Meinung
Mit Kemal Özylimazkorucu hat Schmid einen Dorfpolizisten geschaffen, den man einfach in sein Herz schließen muss. Mit österreichischem Witz und Charme ist er dabei kräftig gegen den Strich gebürstet. Ein türkischer Polizist, den es nicht ganz freiwillig in die österreichische Provinz verschlagen hat und der dort auf wilde Verbrecherjagd zwischen Misthaufen und einheimischen Bauern geht. Dabei werden ihm viele Steine in den Weg gelegt, nicht nur vom aalglatten Enrico Gelatello, der ihm mit seinem Hund zusetzt, sondern auch von seinem Chef Major von Markstein, der noch markiger ist, als sein Name vermuten lässt. Unbill droht ihm auch vonseiten seiner Mutter, die ihn zur Heirat drängt. Dank der von seiner Polizeipsychologin erlernten entspannenden Atemtechniken meistert Kemal alle „Schicksalschläge“ und lässt sich von niemanden beirren, bis der Fall geklärt ist.
„Im Himmelreich ist der Teufel los“ steckt voller kleiner liebevoll erzählter humoriger Geschichten und ist ein Sammelsurium skurriler Gestalten. Mit Leichtigkeit streift Schmid dabei auch ernste Themen, wie Fremdenfeindlichkeit und Obrigkeitsgehorsam, und persifliert amüsant die Eigenheiten der Oberösterreicher.

Kurz&Knapp: Leseempfehlung. Ein unterhaltsamer Krimi aus der oberösterreichischen Provinz mit viel Witz und Charme.

Ich danke dem Kehrwasser Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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