2 Kommentare

Die Krimi Rezension „Das Mädchen mit der Puppe“ von Dietmar Wachter

Das Mädchen mit der Puppe, Quelle: Berenkamp Verlag

Das Mädchen mit der Puppe, Quelle: Berenkamp Verlag

Dietmar Wachter, geboren 1962 in Zams, zählt zu den wenigen Österreichischen Autoren, die sich der Kategorie »Tiroler Heimatkrimi« widmen. Dietmar Wachter ist Kriminalbeamter bei der Polizeiinspektion Landeck und dort für die Tatortarbeit, Spurensicherung und Prävention an Schulen zuständig. Wenn er gerade nichts zu ermitteln oder zu schreiben hat, findet man ihn beim Fischen, Pilze sammeln oder Holz hacken.

 

Kurzbeschreibung
Bei Baggerarbeiten werden in Landstein die Gebeine von fünfzehn gefallenen Soldaten des bayrischen Rummels von 1703 entdeckt. Wie aber gelangten eine Puppe und die sterbliche Überreste eines im 20. Jahrhundert ermordeten Kindes in die Grube?

Ein schwieriger Fall für Inspektor Matteo Steiniger und dessen Landsteiner Polizeitruppe; sie haben es mit einem äußerst raffinierten Mörder und dessen gefinkelten Pominentenanwalt zu tun. Gelingt den Ermittlern der finale Schachzug, ehe weitere Zeugen ins Jenseits befördert werden?

 

Dietmar Wachter
Das Mädchen mit der Puppe
Inspektor Matteo ermittelt. Sein dritter Fall
Paperback, 199 S.
Berenkamp Verlag, 2012

 

Meine Meinung
Manchmal müssen Kommissare tief in der Vergangenheit graben, bis sie einem Mörder auf die Spur kommen, so auch Inspektor Matteo in „Das Mädchen mit der Puppe“. Bei der Verlegung von Wasserrohren in der Schwarzen Au tauchen zahlreiche Skelette aus dem Bayrischen Rummel von 1703 auf. Leiche Nr. 16 ist ein unbekanntes Mädchen mit einer modrigen Puppe aus den 1960er Jahre. Bei der Ermittlungsarbeit lässt es sich Inspektor Matteo wahrlich gut gehen, entspannt sich in einem Massagestuhl und pafft genussvoll an einer Havanna, während er mit einem Kollegen die Ermittlungsergebnisse unter einem Apfelbaum bespricht. Matteos Kollegen reißen sich auch nicht die Beine aus, sie beschäftigen sich lieber mit Horoskopen und hängen Traumfänger im Büro auf. Wachter, der als Kriminalbeamter die Ermittlungsarbeit kennt, zeichnet mit spitzer Feder Kriminalisten die während des Dienstes ein genussvolles Leben führen.
Überhaupt jede einzelne Figur Tiroler Landbevölkerung ist humorvoll mit seiner eigenen kleinen Geschichte gezeichnet, seien es die Trunkenbolde Ignaz Gander und Eugen Peer oder der versoffene Baggerfahrer Luis Kerschbaumer und der Demenzkranke Onkel Isidor. Wachter versteht es, das kleinstädtische Leben mit humorvoller, spitzer Feder zu zeichnen. Trotz der vielen amüsanten Begebenheiten verliert der Krimi aber nicht an Spannung. Gelungen sind auch die historische Ausflüge in die Geschichte Tirols, sei es nun der Umgang mit Waisenkindern nach dem 2. WK. oder die kriegerischen Ereignisse während der Spanischen Erfolgekriege. Die historischen Animositäten zwischen Triolern und Bayern wirkten heute noch nach und Real Madrid Fan Matteo erlebt am Ende eine Begegnung der ganz besonderen Art.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein unterhaltsamer Krimi mit viel Humor gewürzt.

Ich danke dem Autor Dietmar Wachter für das Rezensions-Exemplar.

Weitere Titel des Autors

Das Zingulum. Inspektor Matteo ermittelt. Sein 2. Fall (2011)

Inspektor Matteo ermittelt. Der Holzfischer (2010)

Advertisements

2 Kommentare zu “Die Krimi Rezension „Das Mädchen mit der Puppe“ von Dietmar Wachter

  1. […] Das Mädchen mit der Puppe: Inspektor Matteo ermittelt. Sein dritter Fall (2012) […]

  2. […] Das Mädchen mit der Puppe: Inspektor Matteo ermittelt. Sein dritter Fall (2012) […]

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: