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Die Krimi Rezension „Volksfest“ von Rainer Nikowitz

Volksfest, Quelle: rororo

Volksfest, Quelle: rororo


Rainer Nikowitz, geboren 1964, ist Kolumnist des Wochenmagazins „profil“. Er lebt in Wien und „Volksfest“ ist sein erster Roman.

 

Kurzbeschreibung
Heimat, deine Leichen.
Wulzendorf in Niederösterreich: Hier ist die Welt noch in Ordnung. Trotzdem hat der Suchanek so gar keine Lust, nach jahrelang erfolgreicher Heimatflucht nun gleich für mehrere Tage das Haus seiner Eltern zu hüten. Muss er aber.

Das hat Folgen. Gleich in der ersten Nacht wird Suchanek beim Kiffen auf dem Balkon Zeuge einer Brandstiftung. Mit Todesfall. Die Frau vom Feuerwehrhauptmann, Mitglied der reaktionären „Legio Mariae“, war im Dorf nicht gerade beliebt – aber deswegen bringt man doch nicht gleich jemanden um! Bei der einen Leiche bleibt es indes nicht. Die nächste sieht sogar noch grauslicher aus. Und der Suchanek gerät in Teufels Küche.

 

Rainer Nikowitz
Volksfest
Paperback, 320 S.
rororo, 2012
Auch als E-Book erhältlich

 

Meine Meinung
Das Erstlingswerk des österreichischen Kolumnisten Rainer Nikowitz ist ein absoluter satirischer Volltreffer. „Volksfest“ trotz nur so vor schrägem Humor, der manchmal auch bitterböse die österreichische Landkultur aufs Korn nimmt. Gleich haufenweise skurrile Gestalten tummeln sich in den Provinzkrimi, allen voran der Protagonist Suchanek, der sich auf eine spannende Verbrecherjagd macht. Der Held ist eigentlich gar keiner, er ist der geborene Loser, arbeitslos, ständig bekifft und mit 33 schon gescheitert. Schauplatz ist ein kleiner Ort in Niederösterreich, für den sich niemand interessiert. Allerdings bei der Bezirksstatistik der angezündeten Scheunen liegt Wulzendorf auf Champion-League-Kurs.
In „Volksfest“ findet sich nicht nur ein Panoptikum skurriler Gestalten, sondern auch eine Fülle von abgefahrenen Situationen. Nikowitz holt das (aller-) letzte aus Dorffest, Feuerwehreinsatz, Fußballspiel und anderen weltbewegenden Dorfgeschehen heraus. Einfach zum Brüllen komisch.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. Ein abfahrender Krimi über die österreichische Provinz.

Ich danke dem Rowohlt Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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