Ein Kommentar

Die Krimi-Rezension „Inspektor Matteo ermittelt: Der Holzfischer“ von Dietmar Wachter

Inspektor Matteo ermittelt, Quelle: Berenkamp Verlag

Inspektor Matteo ermittelt, Quelle: Berenkamp Verlag

Dietmar Wachter, geboren 1962 in Zams, zählt zu den wenigen Österreichischen Autoren, die sich der Kategorie »Tiroler Heimatkrimi« widmen. Er ist Kriminalbeamter bei der Polizeiinspektion Landeck und dort für die Tatortarbeit, Spurensicherung und Prävention an Schulen zuständig. Wenn er gerade nichts zu ermitteln oder zu schreiben hat, findet man ihn beim Fischen, Pilze sammeln oder Holz hacken.

 

Kurzbeschreibung
Ein schwüler Hochsommertag im August 2008. Forstarbeiter finden im Birkenwald oberhalb von Landstein Teile einer skelettierten Leiche, die schon seit Jahren dort gelegen sein dürfte. Kein einfacher Fall für Kriminalinspektor Matteo Steininger und seinen Polizeipraktikanten Willi Hörtnagl, …

…denn die einzigen Ermittlungsansätze sind Reste von roten Lackstiefeln, eine goldene Brosche und ein paar Münzen aus dem Jahr 1947… Lange tappen die beiden Polizisten völlig im Dunkeln.

 

Dietmar Wachter
Inspektor Matteo ermittelt: Der Holzfischer
Paperback, 263 S.
Berenkamp Verlag; 2010

 

Meine Meinung
Der leicht übergewichtige und bedächtige Kriminalinspektor Matteo Steininger führt eigentlich ein ruhiges und beschauliches (Berufs-) Leben. Seinen Papierkram erledigt er am liebsten auf einer alten Reiseschreibmaschine im Biergarten. Kleine Verkehrsdelikte und Diebstähle sind meistens an der Tagesordnung, Gewaltverbrechen sind da eher die Ausnahme. Wären da nicht die Skelettfunde von einer vor über 50 Jahren ermordeten Frau.
Wer nun eine spannende Mördersuche erwartet wird etwas enttäuscht sein. Wachter zeichnet mit seinem Krimi ein liebevolles, Augen zwinkendes Porträt einer Tiroler Kleinstadt. Natürlich stehen dabei, die Menschen und ihre Geschichten im Mittelpunkt: Sei es Matteos Onkel Isodor, der sich in geistiger Auflösung befindet, oder dessen geschwätzige Nachbarin Frau Noggler, Kapuzinerpater Gotthard Pfeifer, die pensionierte Studienrätin Erna Tiefenbach samt ihrem Sprössling Alberich. Da reihen sich unzählige spannende, amüsante und tragische Lebensgeschichten aneinander, bis der wirkliche Mörder endlich ermittelt ist.
Dietmar Wachter unternimmt auch in seinem Erstlingswerk „Inspektor Matteo ermittelt. Der Holzfischer“ Ausflüge in die Vergangenheit der fiktiven Tiroler Kleinstadt Landstein. Besonders gelungen sind ihm die Passagen über die jahrhundertelange Tradition des Holzfischens. Er beschreibt eindruckvoll und atmosphärisch dicht, wie einst die Dorfbewohner bei Hochwasser durch harte Arbeit und bei jedem Wind und Wetter mühsam ihr Brennholz aus dem Inn bargen.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein beschaulicher Krimi mit vielen Augen zwinkenden (Lebens-) Geschichten.
Ich danke dem Autor Dietmar Wachter für das Rezensions-Exemplar.

Weitere Titel des Autors

Das Zingulum. Inspektor Matteo ermittelt. Sein 2. Fall (2011)

Das Mädchen mit der Puppe: Inspektor Matteo ermittelt. Sein dritter Fall (2012)

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