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Die Krimi-Rezension „Das Zingulum“ von Dietmar Wachter

Zingulum, Quelle: Berenkamp Verlag

Zingulum, Quelle: Berenkamp Verlag


Dietmar Wachter, geboren 1962 in Zams, zählt zu den wenigen Österreichischen Autoren, die sich der Kategorie »Tiroler Heimatkrimi« widmen. Er ist Kriminalbeamter bei der Polizeiinspektion Landeck und dort für die Tatortarbeit, Spurensicherung und Prävention an Schulen zuständig.

 

Kurzbeschreibung
In Landstein, einem idyllischen Tiroler Städtchen, ist´s vorbei mit der Beschaulichkeit einer Kleinstadt, als vier Frauen spurlos verschwinden. Ihre Leichen werden – allesamt mit kahlgeschorenen Köpfen – Wochen später an symbolischen Orten aufgefunden.

Ein kniffliger Fall für Matteo Steiniger, den Landsteiner Kriminalinspektor alter Prägung. Mit seiner kleinen, ambitionierten Truppe ermittelt er gegen mehrere Verdächtige und stößt dabei an seine persönlichen Grenzen. Selbst der aus Wien herbeigerufene Kriminalpsychologe kommt auf keinen grünen Zweig, und ein mehr als kurioser Zufall in einer Galerie führt Matteo ins Palais einer alten Adeligen. Dort findet er den berühmten roten Faden, der ihn der Klärung der Mordserie ein großes Stück näherbringt.

 

Dietmar Wachter
Das Zingulum
Inspektor Matteo ermittelt. Sein 2. Fall
Paperback, 250 S,
Berenkamp, 2011

 

Meine Meinung
Mit einem wirklich harten Brocken hat es Kommissar Matteo in seinem zweiten Fall zu tun, ein Serienmörder, der es auf „leichte „Frauenzimmer“ abgesehen hat, treibt sein Unwesen inmitten der idyllischen Tiroler Landschaft. Detailliert und eindringlich beschreibt Wachter den Lebensweg eines Sonderlings, der bereits in der Schule gehänselt wird, sich immer mehr zurückzieht und sich seiner Obsession, dem Sammeln von Tönen widmet. Spannung erhält der Krimi durch eine ständig wechselnde Perspektive zwischen dem besessenen „Prof. Mord“ und dem sympathischen Kommissar Matteo, der lange im Trüben fischt. Bei seinen Ermittlungen begegnet er unzähligen skurrilen Zeitgenossen, darunter abgefahrene Trittbrettfahrer, ein jähzorniger Sargtischler, ein versoffener Fußballtrainer und scheinheilige Kirchgänger. In seiner bekannten humorvollen, augenzwinkernden Art verleiht Wachter dem düsteren Verlauf seines Krimis eine wohltuend leichte Note. Natürlich unternimmt er auch wieder kleine Ausflüge in die Historie, so erfährt der Leser, was es mit den drei Knoten des Zingulums auf sich hat. Der Gürtel, mit dem Mönche ihre Kutte zusammenhalten, spielt bei den Mordfällen eine besondere Rolle.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein unterhaltsamer Krimi aus Tirol um einen skurrilen Serienmörder.

Ich danke dem Autor Dietmar Wachter für das Rezensions-Exemplar.

Weitere Titel des Autors

Inspektor Matteo ermittelt: Der Holzfischer (2010)

Das Mädchen mit der Puppe: Inspektor Matteo ermittelt. Sein dritter Fall (2012)

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