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Die Krimi Rezension „Das Washington-Dekret“ von Jussi Adler-Olsen

Das Washington Dekret, Quelle: dtv

Das Washington Dekret, Quelle: dtv


Der dänische Schriftsteller Jussi Adler-Olsen, geboren 1950 in Kopenhagen unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen, feierte Riesenerfolge mit seinen Fällen für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q. „Erbarmen“ „Schändung“ „Erlösung“ und „Verachtung“ stürmten die internationalen Bestsellerlisten. Sein Hobby: Das Renovieren alter Häuser.

 

Kurzbeschreibung
Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das „Washington Dekret“ – eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung. Amerika im Ausnahmezustand …

Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock – nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA. Mit Hilfe von Freunden versucht sie das Komplott aufzudecken. Alles ruht nun auf ihren Schultern …

 

Jussi Adler-Olsen
Das Washington-Dekret
Hardcover, 656 S.
dtv, 2013
Auch als E-Book erhältlich

 

Meine Meinung
Der dänische Schriftsteller Adler-Olsen zeichnet ein erschreckendes Sezenario, in dem der amerikanische Präsident, geschockt durch die Ermordung seiner Frau und seines ungeborenen Kindes, mit Law-and-Order Erlassen die Verfassung systematisch unterläuft und die USA in ein kollektives Chaos stürzt. Das ganze Land befindet sich in einen Ausnahmezustand. Hysterie, Anarchie, Überfälle, Morde und Bombenattentate sind an der Tagesordnung. Ein Bürgerkrieg bahnt sich an. Eindrucksvoll zeigt Adler-Olsen auf, wie schnell ein demokratisches System außer Kraft gesetzt werden kann. Wäre da Doggie Rogers, die kleine Angestellte im Stab des Präsidenten, und eine kleine Schar „Aufrechter“, die einem ungeheuerlichen Komplott auf die Spur kommen…
Erzählerisch versteht es Adler-Olsen brillant den Leser in seinen Bann zu ziehen, auch wenn nach starkem Anfang erst einmal eine kleine „Durststrecke“ zu überwinden ist, bevor die Story richtig an Fahrt gewinnt und man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Allerdings ein tiefgründiges Werk über die amerikanischen Verhältnisse darf der Leser nicht erwarten, dafür fehlt es dem dänischen Krimiautor einfach an dem nötigen Insiderwissen aus den Schaltzentralen der Macht. Dennoch ist Adler-Olsen ein spannender Politthriller gelungen, der die Frage aufwirft, was wäre wenn…?
Der Politthriller „Das Washington Dekret“ ist nicht das aktuellste Werk des dänischen Bestellerautors Adler-Olsen. Es entstand bereits 2006, inspiriert Auswirkungen der Terror-Anschläge vom 11. September 2001 in den USA, hat aber angesichts aktueller Vorkommnisse nichts von seiner Brisanz eingebüßt.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Packende Unterhaltung zu einem hochbrisanten Thema.

Ich danke dtv für das Rezensionsexemplar.

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