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Die Krimi-Rezension „Schlecht aufgelegt“ von Sven Stricker

Schlecht aufgelegt, Quelle: Rowohlt Polaris

Schlecht aufgelegt, Quelle: Rowohlt Polaris

Sven Stricker, Jahrgang 1970, studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis. „Schlecht Aufgelegt“ ist sein erster Roman.

 
Kurzbeschreibung
Paul Uhlenbrock schleppt sich so durchs Leben: Er hasst Berlin. Er hasst den Job im Call-Center, die unfreundlichen Kunden und die verkrachten Existenzen um sich herum. Und Kuli, den neuen, nervigen und anhänglichen Kollegen, den mag er auch nicht. Doch dann werden Kuli und Paul am Telefon unfreiwillig Zeugen eines Verbrechens.

Tags darauf ist eine junge Floristin tot, und in Kulis Briefkasten steckt ein Foto: Es zeigt das Opfer mit einem berühmten Berliner Politiker – in eindeutiger Pose. Plötzlich ist Pauls Ehrgeiz geweckt. Er und Kuli beschließen, auf eigene Faust zu ermitteln. Und stolpern mitten in einen hochbrisanten Fall, der sich schnell als mindestens eine Nummer zu groß entpuppt …

 
Sven Stricker
Schlecht aufgelegt
Paperback, 320 Seiten
rororo, 2013
Auch als E-Book erhältlich
 

Meine Meinung
Mit seinem Debüt-Roman „Schlecht aufgelegt“ “ ist Sven Strickers ein echter „Sommerkrimi“ gelungen, der auf seinem Hörspiel „Böses Ende“ basiert. Die Geschichte um die beiden Call-Center-Agenten Kuli und Paul, die versuchen auf eigene Faust in den Straßen von Berlin ein Verbrechen aufzuklären, kommt leichtfüßig daher und ist zur Freude des Lesers mit zahlreichen unerwarteten Wendungen garniert. Die Stärke von Stricker sind eindeutig die Dialoge, was auch nicht weiter verwundert, da seine Hörspiele mehrfach prämiert wurden. Seine Figuren schrämen hautnah am Rande des Klischees vorbei, was aber einem amüsanten Lesespaß keinen Abbruch tut. Neben den schrägen Hauptprotagonisten (Wie kommt man eigentlich auf die Idee Call-Center-Agenten zu Detektiven zu erheben?) macht der Leser Bekanntschaft mit allerlei skurillen Gestalten, wie man sie eigentlich nur in einem Großstadtdschungel wie Berlin treffen kann.
Stricker kann aber mehr als lustig, in der unterhaltsamen Geschichte verstecken sich auch durchaus ernste, nachdenkliche Themen, etwa wenn Kuli und Paul über ihr bisherigen Leben sinnieren.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Leicht und amüsant – eine echte Sommerlektüre.

Ich danke Rowohlt Verlag für das Rezensions-Exemplar.

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