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Die Krimi Rezension „Wehrlos“ von Elena Sander

Wehrlos, Quelle: Piper

Wehrlos, Quelle: Piper


Elena Sender, geboren 1972, arbeitet als Wissenschaftsjournalistin für die renommierte französische Zeitschrift Sciences et Avenir. Als Expertin für Gehirn- und Emotionsforschung lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Paris. Nach ihrem Debüt Begraben legt sie mit Wehrlos ihren zweiten Thriller vor.

 

Kurzbeschreibung
Die Umweltaktivistin Rachel besteigt gerade ein Schlauchboot, als sie per SMS eine unglaubliche Nachricht erhält: Ihr von Geburt an gelähmter Sohn hat offenbar erstmals seine Beine bewegt. Dann eine zweite Nachricht, Absender unbekannt: Ihr Leben sei in Gefahr.

Kurz darauf explodiert das Schlauchboot. Als Rachel im Krankenhaus erwacht, begibt sie sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit und muss im Kampf um das Leben ihres Sohnes alles riskieren.

 
Elena Sender
Wehrlos
Paperback, 2013.
Piper, 448 Seiten
Auch als E-Book erhältlich
 

Meine Meinung
Mit „Wehrlos“ ist Elena Sender ein exzellenter Thriller gelungen. Die Autorin schafft es, ohne blutige Morde auszukommen und aus spröden Themen wie Umweltschutz und den Raubbau an der Natur durch raffgierige Unternehmer eine spannende und facettenreiche Handlung aufzubauen. Im Mittelpunkt steht die dänische Umweltaktivistin Rachel, die durch ihr persönliches Schicksal, die Machenschaften eines amerikanischen Konzerns aufdecken will. Dass die Autorin intensiv recherchiert hat, merkt man daran, dass sie Dänemark mit der Hauptstadt Kopenhagen als Ort der Handlung wählt. Laut des Klimaschutz-Indexes von Germanwatch schneitet Europa weltweit beim Klimaschutz am besten ab und Dänemark übernimmt dabei eine Vorreiterrolle.
Was zuerst als Ökothriller anmutet, entpuppt im Laufe der Handlung immer mehr als Kampf der attraktiven und mutigen Dänin gegen einen Großkonzern, der vor nichts zurückschreckt. Natürlich bekommt sie sich Unterstützung von dem Journalisten Samuel, den es aus Südafrika ins beschauliche Dänemark verschlagen hat, von ihrer Schwiegermutter Christa, die sich um ihren behinderten Sohn Sacha kümmert, und von dem mysteriösen „Jesu“, der ihr Hinweise per SMS gibt. Hartnäckig versucht Rachel aufzudecken, die Machenschaften eines skrupellosen Industriellen aufzudecken. Steckt er sogar hinter dem Attentat auf die Umweltschutzorganisation oder waren es die Walfischer auf den Färöer Inseln? Dabei sind die Fronten von Gut und Böse nur scheinbar klar abgesteckt.. Rachel gerät in ein Dilemma, aber ist sie bereit dafür den persönlichen Preis zu zahlen?
Neben vielen spannenden Elementen und unerwarteten Wendungen versteht es die Autorin interessante wissenschaftliche Themen zu streifen und macht nicht zuletzt Lust auf einen Abstecher ins maritime Kopenhagen mit seinen beschaulichen Gassen und bunten Häusern.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein ambitionierter Thriller – spannend und unterhaltsam.

Ich danke Piper für das Rezensions-Exemplar.

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