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Die Krimi Rezension „Schlachtfeld der Liebe“ von Jörg Juretzka

Schlachtfeld der Liebe, Quelle: Pendragon

Schlachtfeld der Liebe, Quelle: Pendragon


Jörg Juretzka
Jörg Juretzka wurde 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren. Der Erfinder der Krimi-Reihe um den mittlerweile zum Kult-Ermittler avancierten Kristof Kryszinski wurde bereits drei Mal mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Juretzka ist gelernter Zimmermann und baute u. a. Blockhäuser in Kanada. Außerdem ist er erfolgreicher Kinderbuch-Autor.

 

Kurzbeschreibung
Folkmar Windell hat es geschafft. Unter seinem weiblichen Pseudonym Hermine Inaway wurde aus dem Schundkrimi-Autor eine international gefeierte Bestseller-Autorin. So berühmt, dass Windells Auftritte als Frau nicht mehr nötig sind.

Nie wieder Make-up, die verhasste platinblonde Perücke und die viel zu engen Pumps. Denkt er. Falsch gedacht. Auf einen Schlag verliert er sein ganzes Vermögen und landet in Heinz’ seiner Absteige. Da will Windell wieder raus – koste es, was es wolle.

 
Jörg Juretzka
Schlachtfeld der Liebe
Taschenbuch, 312 S.
Pendagon, 2013
 

Meine Meinung
Mythen in Tüten serviert Juretzka mit seinem trashigen „Schlachtfeld der Liebein Hülle und Fülle. Wer Juretzka kennt, weiß, das sich der Leser wieder auf ein Füllhorn skurriler Einfälle freuen kann bei der Fortsetzung von „Platinblondes Dynamit“. Und alle, die ihn nicht kennen und ein Faible für überdrehte Trashliteratur haben, sei er wärmstens von mir empfohlen.
Natürlich bevölkert der Ruhrpott-Autor sein Buch wieder mit allerlei schrullig bis schrägen Personen, darunter Chantalle vom Kiosk umme Ecke, dem Bettler Bollo, „Ey, isch mach disch platt“-Mehmet, Elmo, Kilius/Bäumler, Else mit der Bratpfanne und Sabsi Schwuttke.
Parallel zu den Leiden des erfolggewohnten Autors Windell alias Hermine Inaway, für den eigentlich ein Computerprogramm die Arbeit erledigt, findet die Schmonzette um das Adelsgeschlechts von Drachensteins seine Fortsetzung, die fast in einem fulminanten Chaos endet. Welche Rolle dabei der Inuit Nanuk, spielt sei hier nicht verraten, aber diese Figur ist für mich einfach ein genialer Einfall.
Juretzka zerpflügt nicht nur die Daily Soaps, en passant nimmt er auch mit „Das Traumschiff“, „Tatort“ und die „Lindenstraße“ weitere Fernseh-„Heiligtümer“ aufs Korn. Fast mühelos spielt Juretzka mit den Parallelwelten und lässt sie schließlich ineinanderfließen, da ist der Lesespaß vorprogrammiert.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Juretzka beweist „schräg“ macht „lustig“.

Ich danke Pendragon für das Rezensions-Exemplar.

Weitere Titel des Autors:
Platinblondes Dynamit

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