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Die Krimi-Rezension „Mädchenjäger“ von Paul Finch

Paul Finch: Mädchenjäger, Quelle: Piper Verlag

Paul Finch: Mädchenjäger, Quelle: Piper Verlag


Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven. 38 Frauen werden vermisst – alle standen mitten im Leben und sind eines Tages einfach spurlos verschwunden.

Zwei Jahre ermittelt der Londoner Detective Sergeant Mark „Heck“ Heckenburg ohne nennenswerten Erfolg. Er findet keine eindeutige Spur, kein Muster und keine Verdächtigen. Es kommt, wie es kommen muss: Sein ungelöster Fall wird ihm entzogen und er wird zwangsbeurlaubt.
Doch so leicht ist Heck nicht von seinem Ermittlungen abzubringen, seine Chefin soll recht behalten. „ Aber ich kenne dich, Heck … du wirst die Sache unter keinen Umständen fallen lassen, du wirst stur weitermachen, wobei mir im Leben keine so dreiste Verletzung von Vorschriften begegnet“. Heck ist der typische Einzelkämpfer in Jeans, Turnschuhen und Lederjacke, der kein Blatt vor den Mund nimmt und sich damit nicht nur Freunde – auch in den eigenen Reihen – macht.

Gar nicht nette Jungs

Heck ermittelt auf eigene Faust weiter, ihm zu Hilfe kommt eine Frau. Lauren Wraxford, sexy und erprobt als Soldatin im Kampfeinsatz, die verzweifelt auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist. Er findet über einen Informanten tatsächlich eine heiße Spur, die zu dem mysteriösen Nice Guys Club mit guten Verbindungen zu höheren Kreisen führt. Währenddessen verschwinden weiter Frauen. Heck ermittelt im noblen und groben London sowie im weiteren Umkreis bis hin zur Themsemündung mit der Halbinsel Hoo mit alten Flaktürmen aus dem Zweiten Weltkrieg.
Wie gefährlich die Nice Guy wirklich sind, bekommt Heck bald am eigenen Leib zu spüren. Gut, das wenigstens die kampferprobte Lauren ihm zur Seite steht, denn sonst hilft ihm niemand. Er muss am Ende die Sache allein ausfechten …

Paul Finch versteht sein Handwerk. Er schreibt mitreißend und konstruiert eine packende Story, dessen perfide Ausmaße erschreckend sind. Die verschiedenen Charaktere sind stimmig gezeichnet. Drastisch ist stellenweise die Beschreibung von Gewalt, die mir persönlich, dann doch einen Tick zu plastisch daherkommt.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein Thriller für die Harten.

Der Autor
Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Mädchenjäger ist sein erster Thriller um den Ermittler Mark Heckenburg. Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Paul Finch
Mädchenjäger
TB, 464 S.
Piper, 2014
Auch als E-Book erhältlich.

Ich danke dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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