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Die Krimi-Rezension von „Die Blutschule“ von Max Rhode

Die Blutschule, Quelle:  Bastei Lübbe

Die Blutschule, Quelle: Bastei Lübbe

Es ist längst kein Geheimnis mehr, „Die Blutschule“ stammt aus der Feder von Sebastian Fitzek und erzählt die Vorgeschichte zu „Das Joshua-Profil“, dem neusten Thrillers des Beststellerautors. Für den 13-Jährigen Simon wird der Sommer in der brandenburgischen Provinz zu einem Alptraum, den er nie vergessen wird.

„Die Blutschule“ erzählt die Geschichte des 13-jährigen Teenager Simon, der mit seinen Eltern und seinem Bruder Mark von Berlin aufs Land in ein geerbtes Haus am Storkower See zieht. Sein Vater Vitus Zambrowski will nach einer geschäftlichen Pleite ein neues Leben beginnen. Simon und sein Bruder sind von dem Umzug in der brandenburgischen Provinz wenig erfreut, allerdings haben sie erstmal sechs Wochen Sommerferien. Doch so idyllisch ist das Dorfleben nicht, es birgt ein paar dunkle Geheimnisse. Die Dorfjugend entpuppt sich als sehr ruppig und die attraktive Sandy, die Simon schnell den Kopf verdreht, lockt ihn in eine heimtückische Falle. Ihr Nachbar Stotterer-Peter wird von allen Dorfbewohnern gemieden und gilt als vorbestrafter Sittlichkeitsverbrecher. Die beiden Jungen entdecken durch seinen Hund Grismo seinen Unterschlupf, ein Baumhaus im Wald. Er erzählt ihnen die unheimliche Geschichte vom Seelenspiegel, der im schlammigen Grund des Sees verborgen liegt. Jeder, der in den Spiegel hineinschaut, verändert sich. Noch wissen die Beiden nicht, welches Grauen sie erwartet. Als der Vater Sandy vor dem Ertrinken rettet, geht bei ihm die Saat des Bösen auf. Er unternimmt mit Simon und Mark einen viertägigen Ausflug zu einer unbewohnten Insel mitten im See. Schlimme Dinge passieren auf der Insel. Der Vater, der unterrichtet sie in einer Holzhütte mitten im Wald in Fächern, die nicht in der Schule unterrichtet werden. Er lässt Simon und Mark allein mit Hunger, Durst und ihren Ängsten und sie sollen Fallen stellen, Opfer jagen und Menschen töten.

„Die Blutschule“ ist kein typischer Thriller von Sebastian Fitzek, obwohl die Handschrift des Beststellerautors überdeutlich zu spüren ist. Fast jedes Kapitel endet mit einem Pageturner. Fitzek versteht es, diesen literarischen Kunstgriff immer wieder brillant einzusetzen. Gekonnt versteht es der Beststellerautor auch, der Handlung immer wieder eine unerwartete Wendung zu geben und das Grauen zu steigern. Das Buch ist schnell ausgelesen, fast zu schnell, da die Kapitel kurz und in großem Schriftgrad gesetzt sind.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, einige Szenen sind sehr drastisch geschildert. Fitzek hat als Max Rhode ein modernes Schauer- und Horrormärchen geschrieben, das geschickt eine moderne Geschichte mit alten Sagen verwebt. Das Böse lauert überall – auch an einem See in der brandenburgischen Provinz. Mit „Die Blutschule“, angeblich das Werk des erfolglosen Schriftstellers Max Rhode, liefert Sebastian Fitzek sozusagen die Vorgeschichte zu „Das Joshua-Profil“. Max Rhode ist nämlich der Held des neuen Thrillers des Beststellerautors.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein modernes Schauermärchen mit viel Gruseleffekt und Gänsehautfeeling pur.

Max Rhode
Die Blutschule
Paperback, 255 S.
Bastei Lübbe, 2015.

Sebastian Fitzek schrieb das Buch unter dem Pseudonym Max Rhode.

Ich danke Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar.

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